Warum Fahrraddiebstahl ein echtes Problem ist

Alle 90 Sekunden wird in Deutschland ein Fahrrad gestohlen. Besonders in Großstädten sind Pendlerräder beliebte Ziele, da sie oft den ganzen Tag unbeaufsichtigt am Bahnhof oder vor dem Büro stehen. Ein gutes Schloss ist daher die wichtigste Investition nach dem Rad selbst.

Die verschiedenen Schlosstypen im Überblick

Bügelschlösser bieten den besten Schutz, sind aber schwer und unhandlich. Kettenschlösser sind flexibler, aber oft schwerer zu transportieren. Faltschlösser kombinieren Sicherheit mit Handlichkeit, haben aber ihren Preis. Kabelschlösser sind leicht, bieten aber nur Grundschutz.

Wie viel sollte ein Schloss kosten?

Als Faustregel gilt: Das Schloss sollte etwa 10 Prozent des Radwertes kosten. Für ein 800-Euro-E-Bike sind also 80 Euro für ein Schloss gut investiert. Günstige Schlösser unter 20 Euro halten erfahrenen Dieben meist nur wenige Sekunden stand.

Zwei mittelmäßige Schlösser sind oft besser als ein teures: Diebe haben selten Werkzeug für verschiedene Schlosstypen dabei.

Die richtige Anschließtechnik

Das beste Schloss nützt nichts ohne die richtige Technik. Schließe immer Rahmen und Vorderrad an einen festen Gegenstand an. Das Hinterrad ist durch die Gangschaltung meist von allein gesichert. Vermeide es, das Rad nur am Vorderrad anzuschließen – dieses lässt sich schnell abmontieren.

Zusätzliche Schutzmaßnahmen

Ein unauffälliges, gepflegtes Rad wird seltener gestohlen als ein auffälliges Luxusmodell. Entferne abnehmbare Teile wie Sattel, Computer oder Beleuchtung. Nutze belebte, gut beleuchtete Stellplätze und wechsle regelmäßig den Abstellort, damit sich keine Routinen ergeben.